In einer Ära, in der moderne Hypercars zunehmend auf sanfte Hybrid-Unterstützung und klinisch perfekte Doppelkupplungsgetriebe setzen, feuert Hennessey Special Vehicles eine brachiale Gegenreaktion ab. Vorhang auf für den Venom F5-M: Ein texanisches V8-Monster, das unfassbare 2.031 PS auf die Hinterräder loslässt und dem Piloten dabei ernsthaft einen klassischen Schalthebel mit offener Kulisse in die Hand drückt. Mit diesem offenen Roadster bauen die Tuning-Spezialisten nicht nur den ultimativen Gegenentwurf zum sterilen Elektro-Trend, sondern sichern sich auch ganz offiziell den Rekord als stärkstes manuell geschaltetes Straßenauto unseres Planeten. Wer hier selbst kuppelt, braucht keine Fahrhilfen, sondern Nerven aus Stahl.

Hennessey Venom F5-M: Technik und Leistung, die den Verstand rauben
Unter der Carbon-Haut tobt der 6,6-Liter-Twin-Turbo-V8 mit dem passenden Namen „Fury“. Die nackten Zahlen auf dem Datenblatt? Satte 2.031 PS. Hier gibt es keinen sanften Hybrid-Boost und keine elektrischen Spielereien. Stattdessen wird purer, ungefilterter Ladedruck ausnahmslos an die Hinterräder geprügelt. Wer hier das 6-Gang-Schaltgetriebe durch die offene Aluminium-Kulisse reißt, sollte eine verdammt gute Lebensversicherung haben. Damit die Fuhre beim ersten Gasstoß nicht im Graben endet, wurde die Traktionskontrolle zwar minutiös angepasst, aber trotzdem gilt: Mit diesem Geschoss fliegt man tief. Sehr tief.
© Hennessey Special Vehicles / PR
© Hennessey Special Vehicles / PRDesign und Aerodynamik: Eine Rückenflosse für den texanischen Landhai
Wer mit solch absurden Leistungswerten hantiert, braucht massiven Anpressdruck. Hennessey bedient sich beim Fahrwerk und der Aerodynamik an den Upgrades des radikalen Venom F5 Evolution. Das absolute Highlight des Hennessey Venom F5-M ist jedoch die gewaltige, 1,40 Meter lange Rückenflosse (Dorsal Fin), die sich fließend von der Dachhutze bis zur Abrisskante am Heck zieht. Das sorgt für brutale Richtungsstabilität, wenn die Tachonadel Geschwindigkeiten jenseits der 320 km/h (200 mph) anpeilt. Das auf dem Goodwood Festival of Speed präsentierte erste Kundenfahrzeug trägt zudem einen "Maverick"-Maßanzug: Sichtcarbon in Lila, eloxierte Goldakzente und ein echtes 24-Karat-Gold-Emblem auf der Nase.
© Hennessey Special Vehicles / PR
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© Hennessey Special Vehicles / PRInnenraum: Willkommen im Maschinenraum
Damit man diese Urgewalt überhaupt greifen kann, wurde die Mittelkonsole komplett neu designt. Der Billet-Aluminium-Schalthebel sitzt nun spürbar näher am Lenkrad, bei über 2.000 PS gehört schließlich jede Hand schnellstmöglich zurück ans Steuer. Hennessey verspricht ein "klares, metallisches Klicken" bei jedem Gangwechsel. Das Beste daran? Da es sich um einen offenen Roadster handelt, ballert einem der V8-Sound ungedämmt direkt ins Cockpit. Komfort-Features sucht man hier vergebens; hier geht es um die nackte, mechanische Eskalation.
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© Hennessey Special Vehicles / PRFazit
Der Hennessey Venom F5-M ist kein Auto für Vernunftmenschen, sondern ein ohrenbetäubendes, herrlich unvernünftiges Statement gegen die Sterilität der modernen Hypercar-Welt. Mit einem Einstiegspreis von satten 2,65 Millionen US-Dollar und einer strengen Limitierung auf mickrige 12 Stück bleibt dieser texanische PS-Wahnsinn für uns Normalsterbliche zwar ein reines Poster-Auto, zeigt aber eindrucksvoll: Die handgeschaltete Fahrfreude ist nicht tot, sie tritt dir lediglich mit über 2.000 Pferden gnadenlos in den Rücken.































