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Opel STX Concept: Warum dieser wilde Elektro-Kombi jedes SUV alt aussehen lässt!

Von Weih Seng AuAktualisiert am

Mit dem STX Concept zeigt Opel auf dem Pariser Autosalon einen spektakulären Elektro-Kombi mit aktiver Aerodynamik und Allradantrieb.

Hand aufs Herz: Haben wir uns an hochbeinigen Schrankwand-SUVs nicht langsam sattgesehen? Während gefühlt die halbe Autowelt nur noch Kraxler für den Großstadtdschungel baut, haut Rüsselsheim auf dem Pariser Autosalon 2026 ordentlich auf den Putz. Mit dem Opel STX Concept zeigen die Hessen, dass ein klassischer Lademeister alles andere als ein langweiliger Vertreter-Dampfer sein muss. Dieser Kombi fliegt tief und sieht unverschämt scharf aus

Vom braven Caravan zum futuristischen Opel STX Concept

Opel und Kombis gehören zusammen wie Currywurst und Pommes. Schon 1953 rollte mit dem Olympia Rekord Caravan der erste deutsche Großserien-Kombi vom Band. Damals hieß die Formel noch ganz pragmatisch „Car and Van“: unter der Woche Zementsäcke schleppen, am Sonntag mit der Familie ins Grüne gondeln. Über Legenden wie Kadett und Omega Caravan bis hin zum heutigen Astra Sports Tourer hat Opel den Lastenesel kultiviert.

Mit dem Opel STX Concept (das Kürzel steht für Sports Tourer eXperimental) katapultieren Opel-Chef Florian Huettl und Chefdesigner Florian Theis diese DNA direkt ins Elektrozeitalter. Und das Beste daran: Flachere Batterien ermöglichen endlich wieder geduckte, dynamische Autos mit kleiner Stirnfläche. Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, spart sich damit den Luftwiderstand einer Einbauküche und holt das Maximum aus jeder Kilowattstunde heraus.

Exterieur & Lichtdesign: Der Vizor knipst das Fernlicht der Zukunft an

Vergiss verchromte Kühlergrille und schüchterne Kulleraugen. Das Opel STX Concept streckt dir eine Front entgegen, die selbst im Rückspiegel eines Sportwagens für gehörigen Respekt sorgt. Das bekannte Markengesicht, der sogenannte Opel Vizor, wächst deutlich in die Höhe und verzichtet auf den Trend zu ultraschmalen Schießscharten-Scheinwerfern.

Die wichtigsten Design-Highlights der silber-blau schimmernden Karosserie:

  • Hypnotische Lichtshow: Präzise angeordnete, vertikal geneigte Lichtlamellen bilden den äußeren Rand des Vizors und laufen sanft zur Mitte hin aus. Zusammen mit der scharfen Bügelfalte auf der Haube und dem illuminierten Blitz entsteht der neue Opel Kompass.

  • Stattliche Proportionen: Obwohl die Studie rund 4,70 Meter lang ist, wirkt sie durch den riesigen Radstand von fast drei Metern und die ultrakurzen Überhänge wie ein ausgewachsenes Fünf-Meter-Schiff.

  • Breite Schultern & dicke Walzen: Mächtig ausgestellte Radhäuser beherbergen aerodynamisch verkleidete 22-Zoll-Leichtmetallräder im Drei-Zonen-Design, auf denen fette Goodyear-Pneus im Format 285/35 R22 kleben.

  • Gläserne C-Säule: Statt dicker Blechsäulen stechen aus dem Fensterverlauf gläserne Lichtstreifen nach hinten heraus, die sich bis ins Dach ziehen und nebenbei die Rundumsicht verbessern. Klassische Außenspiegel fliegen raus und machen Platz für schnittige Kameras.

Aktive Aerodynamik: Wenn das Heck im Tiefflug die Krallen ausfährt

Normalerweise müssen sich Designer zwischen einem schicken Schrägheck und einem großen Kofferraum entscheiden. Beim Opel STX Concept gibt es beides. Das Heck fällt extrem steil ab und besitzt eine rasiermesserscharfe Abrisskante. Das sorgt nicht nur für massig Platz im Gepäckabteil, sondern sieht mit den roten Lichtlamellen und dem leuchtenden Opel-Schriftzug auch im Dunkeln spektakulär aus.

Der eigentliche Clou versteckt sich jedoch unter dem Blechkleid, sobald das Tempo steigt:

  • Ausfahrbare Diffusoren: Unter der Heckschürze schieben sich bei höheren Geschwindigkeiten blau gefärbte Diffusor-Elemente hervor.

  • Bewegliche Seitenklappen: Direkt hinter den Hinterrädern fahren vertikale Stoßfänger-Klappen nach außen und hinten aus, um die Karosserie optisch und aerodynamisch zu verlängern.

Diese aktiven Aero-Tricks bündeln den Luftstrom hinter dem Auto, senken den Luftwiderstand drastisch und pressen den Elektro-Lademeister satt auf die Straße.

Innenraum & Technik: Lichtkunst trifft auf über 200 km/h Spitze

Bei einer reinen Konzeptstudie lassen sich die Ingenieure natürlich noch nicht komplett in die Karten schauen, was die exakte Akkugröße oder die Nachkommastellen der PS-Leistung angeht. Ein paar handfeste technische Eckdaten lässt Rüsselsheim aber schon raus: Das Opel STX Concept steht auf einer hochmodernen Elektroarchitektur mit elektrischem Allradantrieb und rennt auf der Autobahn locker über 200 km/h Spitze. Damit ist endgültig Schluss mit dem Vorurteil, dass strombetriebene Familienkutschen bei Richtgeschwindigkeit den Anker werfen müssen.

Im Cockpit verzichten die Designer auf klobige Schalterwüsten und führen das Prinzip „Painting with Light“ auf die nächste Stufe. Immersive Lichtelemente ersetzen klassische Dekorleisten und tauchen den Raum in futuristische Grafiken, während speziell geformte Leichtbausitze gleichzeitig Gewicht sparen und maximalen Seitenhalt bieten. Wann wir die ersten Bausteine dieser Studie auf der Straße sehen? Ein direktes Serienmodell eins zu eins wird der STX zwar nicht, doch erste Design-Elemente sollen bereits ab 2027 in neue Serienfahrzeuge einfließen.

© Opel Automobile GmbH / Stellantis
© Opel Automobile GmbH / Stellantis
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Über den Autor

Weih Seng AuStellvertretender Chefredakteur

Als Vibe Coder und Gamer bringt Weih eine lockere, spontane Energie in alles, was er anpackt. Seine automobile Leidenschaft ist dabei so vielseitig wie er selbst: Neben der tiefen Faszination für das direkte Fahrgefühl klassischer Verbrenner schlägt sein Herz besonders für die JDM-Kultur und die dynamische Zukunft der Elektromobilität.

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