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Der neue Mercedes-AMG GT SUV: Affalterbach baut das 1.169-PS-Biest

Von Weih Seng Au

Der neue Mercedes-AMG GT SUV trumpft mit bis zu 1.169 PS, 710 kW Ladeleistung und Sportwagen Fahrwerk auf. Hier mehr lesen!

Haltet eure Nackenmuskulatur fest, denn die Tuning-Götter aus Affalterbach lassen ein elektrisches Ungetüm von der Kette. Mit dem brandneuen Mercedes-AMG GT SUV schickt die Sportwagentochter erstmals in ihrer 59-jährigen Historie ein komplett eigenentwickeltes Full-Size-SUV ins Rennen. Als zweiter Streich auf der kompromisslosen AMG.EA Architektur paart dieser Koloss üppigen Luxusplatz mit der rohen Gewalt eines Supersportwagens.

Exterieur und Aerodynamik: Brecher im Windkanal-Maßanzug

Knapp 5,08 Meter lang, exakt 2,00 Meter breit und nur rund 1,65 Meter flach: Schon im Stand wirkt der Bolide mit seinen Powerdomes, rahmenlosen Seitenscheiben und ausgestellten Kotflügeln extrem angriffslustig. Nachts funkeln auf Wunsch ein beleuchteter AMG-Grill samt leuchtendem Zentralstern sowie Scheinwerfer im Stern-Design. Am Heck grüßen sechs kreisrunde Rückleuchten im Turbinen-Look mit optionalem Leuchtenband.

Für einen starken cW-Wert ab 0,27 sorgt das clevere AEROKINETICS System:

  • AEROKINETICS Airpanel: Vertikale Klappen in der Front bleiben für minimalen Luftwiderstand geschlossen und öffnen sich nur bei echtem Kühlhunger.

  • Aktiver AEROKINETICS Dachspoiler: Bei den Modellen GT 55 und GT 63 fährt der Heckflügel ab 150 km/h blitzschnell aus, um Traktion und Stabilität zu maximieren.

  • MANUFAKTUR Vielfalt: Über 60 exklusive Lackierungen stehen bereit. Erstmals tragen die geschmiedeten AMG-Felgen auf Wunsch knallige Akzente am Felgenhorn in Angel Blue, Sunny Lime oder Orange Flame.

Antrieb und Lade-Magie im Mercedes-AMG GT SUV: 1.169 PS und 710 kW Lade-Power

Unter der Karosserie aus Aluminium, Stahl und Faserverbundwerkstoffen steckt feinste Rennsport-Hardware samt vollvariablem Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+:

  1. Mercedes-AMG GT 63 SUV: Drei Axial-Fluss-Motoren (zwei hinten, einer vorn) feuern 860 kW (1.169 PS) und 2.000 Nm auf die Räder. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 2,7 Sekunden (2,5 s mit 1-Foot-Rollout), Tempo 200 fällt nach 7,2 Sekunden (6,8 s mit Rollout) und erst bei 270 km/h (Driver's Package) ist Schluss.

  2. Mercedes-AMG GT 55 SUV: Ebenfalls drei Axial-Fluss-Maschinen liefern 600 kW (816 PS) und 1.860 Nm. In 3,1 Sekunden (2,8 s mit Rollout) geht es auf Tempo 100 und weiter bis 270 km/h.

  3. Mercedes-AMG GT 53 SUV: Zwei permanenterregte Synchronmaschinen (PSM) und ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse wuchten 400 kW (544 PS) sowie 800 Nm auf die Achsen. Das reicht für 4,2 Sekunden (3,8 s mit Rollout) auf 100 km/h und 250 km/h Spitze.

Während andere E-Autos schnell überhitzen, stemmen GT 55 und GT 63 satte 530 kW (721 PS) Dauerleistung und bis zu 63 Sekunden Voll-Boost. Im Sparbetrieb koppelt eine Disconnect Unit (DCU) den vorderen Boostermotor einfach ab.

Das Herzstück bildet die 800-Volt-Hochvoltbatterie mit direkt ölgekühlten Rundzellen (105 mm hoch, 26 mm dick, über 298 Wh/kg Energiedichte), deren Temperatur das Central Coolant Hub (CCH) gemeinsam mit den Siliziumkarbid-Invertern perfekt regelt. Zur Wahl stehen 106 kWh (18 Module, Serie im GT 53) und 128 kWh netto (22 Module für GT 55/63). An 800-Volt-Säulen saugt der große Akku bis zu 710 kW (1.000 Ampere) durch das Kabel, der kleinere starke 600 kW. In nur 10 Minuten fließt Strom für bis zu 454 Kilometer (WLTP) nach, der Hub von 10 auf 80 Prozent dauert 11 bis 12 Minuten. Die maximale WLTP-Reichweite liegt bei 700 Kilometern.

Fahrwerk und V8-Illusion: Kurvenräuber mit Gänsehaut-Garantie

Um das Leergewicht von 2,5 bis 2,7 Tonnen wegzudiskutieren, nutzt der Mercedes-AMG GT SUV das neue AMG ACTIVE RIDE CONTROL+ Fahrwerk (Serie im GT 63, Option im GT 55). Aktive Hydraulikelemente mit 8,2-Liter-Druckspeicher und dreifach schaltbare Luftfedern ersetzen klassische Stabilisatoren und tilgen Wank- sowie Nickbewegungen in Echtzeit. Geschmiedete Alu-Lenker vorn, eine serienmäßige Hinterachslenkung (bis 6 Grad) bei 3,04 Metern Radstand und Carbon-Keramik-Bremsen (Serie im GT 63) machen das Paket komplett.

Akustisches Drama liefert das Fahrprogramm AMGFORCE Sport+: Basierend auf über 100 Mikrofonmessungen am legendären AMG GT R ballert das System im GT 55 und GT 63 echten V8-Sound (Sechszylinder im GT 53) samt simulierten Schaltvorgängen über die Lenkradwippen und spürbaren Impulsen aus den Sitzshakern in den Raum. Ein Zug an beiden Paddles zündet zudem den Extra-Boost und zieht die Sicherheitsgurte in Fjordblau, Green Hell oder Orange Flame ruckartig straff.

Cockpit, KI-Power und Preise

Tief integriert blickt der Pilot auf ein 10,2-Zoll-Kombi-Instrument, ein geneigtes 14,0-Zoll-Multimedia-Display und einen optionalen 14-Zoll-Beifahrer-Screen. In der Mittelkonsole von GT 55 und GT 63 sitzen die drei Drehsteller der AMG RACE ENGINEER Control Unit für Ansprechverhalten (Response Control), Kurvengier (Agility Control) und die neunstufige Traktionskontrolle (Traction Control).

  • Drei KI-Superhirne: Das Betriebssystem MB.OS vernetzt im MBUX Virtual Assistant gleichzeitig Google Gemini, ChatGPT und Microsoft Bing.

  • Rennstrecken-Intelligenz: Der Predictive Performance Manager (PPM) aus dem Rekordwagen CONCEPT AMG GT XX teilt die Energie auf Kursen wie der Nordschleife schlau ein, während AMG TRACK PACE 80 Fahrzeugdaten zehnmal pro Sekunde loggt.

  • Alltagsnutzen: Unter dem schaltbaren SKY CONTROL Panorama-Glasdach warten eine geräumige 3er-Fondsitzbank, 607 bis 1.740 Liter Kofferraum und ein 78 Liter großer Frunk nach VDA-Norm (111 Liter flüssig).

Der in Sindelfingen gebaute Mercedes-AMG GT 53 SUV ist ab dem 20. Oktober 2026 für mindestens 113.050,00 Euro bestellbar. Die Topmodelle AMG GT 55 SUV und AMG GT 63 SUV folgen im Frühjahr 2027.

© Mercedes-AMG / Mercedes-Benz Group AG
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Über den Autor

Weih Seng AuStellvertretender Chefredakteur

Als Vibe Coder und Gamer bringt Weih eine lockere, spontane Energie in alles, was er anpackt. Seine automobile Leidenschaft ist dabei so vielseitig wie er selbst: Neben der tiefen Faszination für das direkte Fahrgefühl klassischer Verbrenner schlägt sein Herz besonders für die JDM-Kultur und die dynamische Zukunft der Elektromobilität.

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